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NEWS

19.08.2017
Yann

OLRO-Soubäre-Gezwitscher: Vom rosa Tütü und der Schät(t/z)eliliste

Während die drei OLRO-Soubäre Siri, Marius und Florian am Jugendcup ihr letztes Hemd für das Nachwuchskader BE/SO geben, lancieren wir die neue Rubrik "OLRO-Soubäre-Gezwitscher". Vor kurzem weilten unsere drei Nachwuchshoffnungen in Norwegen im Trainingslager. Im Nachgang stellten sich Siri, Flo und Marius gegenseitig Fragen. Die Antworten darauf geben uns amüsante Einblicke in das Nachwuchskader-Leben, bringen Anekdoten, ja fast schon Geheimnisse ans Licht.

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Siri:

Gibst du jetzt definitiv den Austritt aus der MRP?

Uh, schon mit der ersten Frage bin ich total überfordert! die Männerrechtepartei, gegründet in einem legendären Trainingslager im Graubünden, hat mich über viele Jahre an eine super Zeit erinnert. Ich weiss bis jetzt nicht genau wieso ich Ehrenmitglied bin und wieso sie gegründet wurde. Obschon die Partei für einige Streitereien gesorgt hat und im Norden wieder alte Wunden aufriss, kann ich mich nicht von der Partei trennen. Die Streitereien zwischen Mann und Frau um den besseren Schlafplatz im TL müssen unbedingt weiterhin thematisiert werden, daher bleibe ich und versuche als Frau meine Meinungen und Ideen weiterzubringen.

Machst du lieber hier im Norden oder in der Schweiz OL

Die Schweiz ist mein Leben und der Norden ist mein Traum (lacht). okey das ist etwas zu krass ausgedrückt :) Die Schweiz ist meine Heimat und ich liebe es in alpinem Gelände OL zu machen, schnell rennen weit voraus schauen zu können. In der Schweiz OL machen zu können sehe ich als Privileg. Wir haben so viele unterschiedliche Gelände in jedem Kanton. Auch in einem hässlichen langweiligen Mittellandwald kann man tollen OL machen, es kommt ganz auf die Bahn drauf an ;)

Zum Norden fühle ich mich, seit meinem ersten Aufenthalt, einfach hingezogen. Es liegt wohl daran, dass ich die nordischen Länder auch neben dem OL toll finde. Die Leute, die Sprache, die Landschaft und das Essen. Mir gefällt die Lebensweise und die Gastfreundschaft der Menschen hier oben. Egal wo, ich liebe es fast überall im Norden OL zu machen. Ich bin sehr dankbar, bekam ich in den letzten Jahren so viele Möglichkeiten im Norden sein zu können. Geplant habe ich für die nächsten Jahre einen längeren Aufenthalt in Schweden, in der Nähe von Stockholm.

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Welches Training hat dir am besten gefallen?

Keine Ahnung! Im Trainingslager fühlte ich mich teilweise wie ein kleines Kind. Kaum am Start und die Karte in der Hand musste ich einfach lächeln und allen immer erzählen wie toll und schön ich es fand. Zum Teil habe ich auch laut geschrien oder gejauchzt vor Glück. Rückblickend haben mir sehr viele Trainings zutiefst berührt :)

Warum packen die Nordländer das Brot immer in Plastiktüten und machen es so ungeniessbar?

Das habe ich mich auch schon etliche Male gefragt und bin immer noch nicht auf eine schlaue Lösung gekommen. Den einzigen Sinn an dieser Brotverpackung sehe ich darin, dass das Brot lange haltbar ist. Hier im Norden ist frisches Brot nicht sehr hoch im Kurs. Das einzige was ich gerne habe ist Polarbröd, das ist toll! Dafür sind die Nordländer super Süsswarenbäcker, viel bessere als die Schweizer und Waffeln machen das schlechte Brot sofort Wett :)

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Im Trainingslager gab es eine Schätteliliste (Schatten beim OL-Training) der Trainer in die man sich max. dreimal eintragen konnte, daneben gab es spontan auch noch eine Schätzeliliste. Kannst du uns über diese mehr erzählen?

Hmm, zu genaue Details möchte ich nicht preisgeben, aber einiges lässt sich schon erzählen… das ist so: Die Männer wurden in einer Spalte auf einer Liste eingetragen (am linken Rand), oben wurden die verschiedenen Wochentage eingetragen. Der Sinn der Liste war es, eine Übersicht über alle möglichen Dates zu geben. Interessierte Frauen konnten sich für jeden Tag bei einem anderen Mann eintragen und am Abend von sechs bis sieben ein romantisches Date geniessen. Eingetragen wurde fleissig, doch Zeit für die Dates blieb nicht viel. Ich selbst habe mich natürlich auch eingetragen, doch ich sah die Liste etwas anders als andere Frauen ;) Ich trug mich für jedes Date bei Marius ein. So hatte ich die Möglichkeit mit ihm jeden Abend ein feines Schoggimiuchli zu geniessen. Man müsste vielleicht noch wissen, dass wir beide sehr Miuchli besessen sind (lacht). Intimere Details bleiben hier im Norden ;)

Was nimmst du aus dem Trainingslager mit?

Für mich war es mehr als nur ein Trainingslager, es war eine sehr schöne, emotionale Zeit mit Leuten die ich sehr mag. Diese zwei Wochen schweissten uns einmal mehr zusammen, es war eine friedliche Zeit, die wir alle sehr genossen. Ich nehme viele gute, aber auch harte Momente mit. Ich verletzte mich an einem Traingswettkampf in der ersten Woche und es war eine Zeit nicht klar wie schlimm es ist. Für mich war es das schlimmste was in einem Trainingslager passieren kann. Gott sei dank war es nur ein doofer Misstritt, der mich nur für zwei Tage aus dem Training warf. So nehme ich mit, dass man, für alles was man erleben darf, dankbar sein sollte. Gesund sein ist nicht selbstverständlich…

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Was möchtest du abschliessend sagen?

Ich möchte mich bei allen herzlich für das legendäre Trainingslager bedanken. Diese Wochen werde ich mein Leben lang nicht mehr vergessen. Und natürlich auch herzlichen Dank meinen beiden Klubs für die langjährige, tolle Unterstützung! Merci!

Florian „Pöuzli, Little Mushroom, Pöuz, Pius“ Bloch:

Wie ist es möglich, dass es mit deinen Spitznamen so eskaliert ist?

Wie in einem anderen Interview schon erklärt, nennt man mich im NWK Be/So ja "Pöuz". Dieser Spitzname gefiel aber nicht allen so ganz, weshalb ich auch "Pöuzli" genannt werde. Es gibt noch etliche andere Variationen (darunter z.B. "Little Mushroom", "Pöuz Lee" oder "Piuz").

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Eine völlig neue Interpretation meines Spitznamens entstand jedoch im Trainingslager in Norwegen. (Wobei "völlig" ein bisschen übertrieben ist.) Von den oben genannten Spitznamen ist "Piuz" der meistgebrauchte. Darum ist es auch kein Zufall, dass dieser mitlerweile sogar von den Trainern benutzt wird und ebenfalls kein Zufall ist, dass die Trainer diesen Spitznamen auch auf den Startlisten verwenden. Beim zweiten Training begegnete ich dann beim 9. oder 10. Posten einem unserer Postensetzer (Remo Ruch), der mich fragte: "gäu du heissisch Pius, oder?". Und ab diesem Moment durfte ich mich über einen weiteren Spitznamen glücklich schätzen, hervorgerufen durch eine etwas schludrige Handschrift. :)

Bist du schon reich geworden durch Pfandflaschen?

Ja das Geschäft mit den Pfandflaschen... Als ich in Göteborg aus der Fähre stieg, suchte ich vergebens nach einer PET-Flaschen-Sammlung. Da kam mir in den Sinn, dass die Schweden und Norweger ja Pfand für die Flaschen und Getränkedosen bekommen. Also fingen ich und zwei Kollegen (Andri und Miron) an, alle PET-Flaschen und alle Getränkedosen zu sammeln. (Eine Dose ist 1 Krone wert. PET-Flaschen zwischen 1 und 2.5 kronen.) Nach der ersten Woche waren wir dann immerhin um ca. 50 Norwegische Kronen reicher. (Umgerechnet ca. 6 CHF) In der zweiten Woche hatten wir gefühlt 200 Flaschen und Dosen gesammelt, die wir dann in Göteborg einlösen wollten. Jedoch war keiner von uns motiviert, die klebrigen Dosen und Flaschen in den dafür vorgesehenen Behälter zu werfen, weshalb wir dann kurzerhand unseren Sack einem Obdachlosen schenkten. Wir hatten dann zwar kein Geld verdient, dafür einen Platz im Himmel. :)

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Wie viele von Schwedens meistverkauften Autos hast du bereits gekauft?

Bilar, die wohl beliebtesten skandinavischen Süssigkeiten. (Nach den Zimtschnecken) Auf der Packung steht gross: "Sveriges mest köpta bil" also "Schwedens meist gekauftes Auto". Ja auch ich kam in diesen Ferien in den Genuss dieser Süssigkeiten. Ich war mir dann auch nicht zu schade, fünf Packungen in die Schweiz mitzunehmen, damit auch meine Familie von den kulinarischen Spezialitäten des Nordens kosten kann.

Welches Training hat dir am besten gefallen?

Eine sehr schwierige Frage. Wenn ich nach dem Gelände beurteilen müsste, wären die zwei Trainings "in den weissen Mosen" (Siehe Bilder) die Spitzenreiter. Eine Rangliste könnte ich aber nicht erstellen. Auf jeden Fall waren diese zwei Wochen in Norwegen sehr lehrreich und ich hoffe, dass ich schon bald wieder im Norden OL machen darf.

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Marius:

Was hat es mit dem Röckli auf sich?

Das Röckli ist ein rosafarbenes Tütü für Menschen mit Adipositas. Schon seit ewigen Zeiten wird am Abend eines jeden Tages im Trainingslager abgestimmt, wer dieses Röckli am nächsten Tag tragen darf MUSS. Gründe dafür gibt es viele. Meistens ist es eine Bestrafung für eine Dummheit, die man begangen hat.

Wieso hast du es bekommen?

Die Bürde, das Röckli zu tragen, wurde mir dieses Jahr zum ersten Mal auferlegt. Und dies unter dubiosesten Bedingungen! Angeklagt wurde ich, weil ich mir einen Mittagsschlaf gönnte. Was für eine Frechheit! (Ja, ok; weil dieser etwas unerwartet lange dauerte, vergass ich, den Kompass mitzunehmen. Ausserdem erschien ich sonst schon die ganze Woche immer etwas verspätet zu den Terminen…) Dazu kommt noch, dass es eindeutig 10 zu 10 stand bei der Abstimmung! (Ja, ok; es war 12 zu 10 für mich, aber die Stimmenzählerin verzählte sich…) Alles in allem fiel ich einer hinterlistigen Verschwörung zum Opfer! Und das total ungerechtfertigt!

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Wie haben dir die Unterkünfte so gefallen?

Grundsätzlich gut. Als wir in der ersten Woche in der Nähe von Vikersund in einem kleinen Bauernhof nächtigten, waren die Platzverhältnisse im Jungenschlag äusserst prekär, weswegen wir Jungs die Männerrechtepartei (MRP) wiederbelebten. Die MRP wurde schon von einigen Jahren gegründet und setzte sich schon seit jeher von Menschen- bzw. Männerrechte ein. Die Aktionen der MRP waren dann schliesslich sogar von Erfolg gekrönt. So zogen wir nach einer Woche von Vikersund nach Halden, wo wir in der Turnhalle eines Clubhauses schliefen. Immerhin litten dort auch die Mädchen unter engen Platzverhältnissen. So wurde dank der MRP die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau wieder hergestellt!

Welches Training hat dir am besten gefallen?

Tynhovd, mit ziemlich grossem Abstand. Die etwas längere Hinfahrt von unserer Unterkunft her hat sich definitiv gelohnt. Die Karte war ein weisses Stück Papier mit braunen Strichen und schwarzen Punkten drauf. Ein Traum! Der Waldboden war schliesslich tatsächlich mit Unmengen von speziellem, weissem Moos überdeckt. Das Lauftempo konnte sehr hoch sein. Ein Traum! Und schliesslich war es auch ein Traum, dass ich keinen Posten suchen musste.

OLRO-Soubäre-Gezwitscher: Vom rosa Tütü und der Schät(t/z)eliliste