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NEWS

05.05.2024
Ph. von Arx

Bündnerweekend

Rund um Chur fand dieses Wochenende am Samstag die Staffelmeisterschaft im Fürstenwald sowie am Sonntag der 3.Nationale auf der Karte Ils Aults statt. Am Samstag liefen Brigitte, Bettina und Wanda bei den Damen 120 auf's Podest, am Sonntag überzeugte Philipp im technisch anspruchsvollen Gelände und gewann bei den Herren Elite. Herzliche Gratulation!

Wir liessen es uns nicht nehmen und baten Philipp bei dieser Gelegenheit um eine Laufanalyse.

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Laufanalyse von Philipp von Arx:
Drei Aspekte hatte ich mir für den Nationalen OL im Ils Aults vorgenommen: 1) einen abgeklärten Start hinlegen, 2) mit dem Kopf den Beinen immer einen Schritt voraus sein und 3) nur zwei Gänge hochschalten, wenn es die Bahn wirklich zulässt – dann aber so richtig. Und ich war mir bewusst, dass in diesem Gelände wohl alle einmal ihre Sekunden in einem Dickicht oder auf der falschen Seite des Hügels liegen lassen würden. Es brauchte folglich keinen perfekten Lauf, um weit vorne zu landen – aber sehr wohl eine von Start bis Ziel konzentrierte Leistung.

Nachfolgend ein paar Ausführungen mit Kartenbeispielen zu den drei Aspekten:

1) Abgeklärt starten bedeutet für mich konkret einfache Route zu nehmen und das Risiko von der Unbekannten «Grün» zu umgehen (Posten 1, alternative Route rot gestrichelt), markante Objektkombinationen zu suchen (Kombi aus Felsen, oben sichtbarer Wiese und Hochspannungsleitung zu Posten 2, blau umkreist), auch wenn es wohl eine leicht schneller Alternative gegeben hätte oder auf dem Weg hinunter zu Posten 3 immer oberhalb der markanten Objekte zu bleiben, um sicherlich nicht zu tief zu fallen (blau umkreist).

2) Mit dem Kopf den Beinen einen Schritt voraus zu sein, ist meiner Meinung generell eine gute Taktik im OL. Der Dreher in der östlichen Geländekammer zeigte heute gut, warum dies so wichtig ist. Zu Posten 6 war ich gegen Ende zu wenig konsequent – anstatt genau zu definieren, wo ich bin und entsprechend zu korrigieren (rote Pfeile), lief ich einfach weiter (Beine vor Kopf). Entsprechend blieb ich lange im grün und lief auch kurz am Posten vorbei. Es war ein Weckruf für die kommenden drei technischen Posten. Ich wollte in Kombination mit dem Kompass (Richtung) immer markante Objekte zu sehen bekommen und reduzierte das Tempo oder blieb stehen, wenn ich diese nicht zu 100% vor mir sah. Zu Posten 7 habe ich die mir vorgenommenen Objekte umkreist, erst wenn ich diese sah, erhöhte ich gemäss dem Motto Kopf vor Beine das Tempo. Die Zwischenzeitengrafik der Top10 zeigt in diesem Bereich auch, dass man hier keinen Lauf gewinnen – aber sehr wohl viel Zeit verlieren kann. Auch ich war nicht der Schnellste, wusste aber immer, dass ich so keinen grossen Fehler machen kann.

3) Es gab ein paar Wegpassagen oder besonders steile Hänge, bei denen der Kartenkontakt für eine kurze Zeit nicht erforderlich war. Dort versuchte ich entsprechend, kurzzeitig den Schwerpunkt vom mental-technischen auf das physisches zu shiften und Vollgas zu geben. Exemplarisch zeigen dies z.B. die Posten 14-15-16 mit den markierten Farben (grün: Fokus Physis, rot: Fokus Technik). Während ich in den grünen Phasen nur ganz kurze Kontrollblicke auf die Karte und ggfs. den Kompass warf, galt der Fokus in den roten primär der Karte (was aber nicht heisst, dass das Tempo grundsätzlich gross reduziert werden muss – auch hier wieder: solange der Kopf den Beinen voraus ist, können letztere mitziehen). Diese roten Phasen waren kurz, aber eminent wichtig – das rasche Umschalten auf die grünen im Anschluss aber ebenfalls. Zudem versuchte ich in den grünen auch nicht irgendwie vorauszuplanen, sondern – as simple as it is – einfach möglichst schnell zu rennen.

Und hier noch ein paar Bilder von der SOM vom Samstag:
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Bündnerweekend