30.03.2026
Yvonne
Der nationale Saisonauftakt mit dem 1. Nationalen OL der Mitteldistanz ist erfolgreich lanciert worden. Die OL Regio Olten war mit 32 Teilnehmenden recht gut vertreten.
Am Bahnhof Olten (Ich: mit gelöstem Billett) zeigte sich dies zwar noch nicht, aber als unsere kleine Gruppe (Hanna, Joel, Steff und meine Wenigkeit) im WKZ in Burgdorf ankamen, begegneten wir mehr und mehr den anderen OL Regio Olten Mitgliedern. Der eine oder andere brauchte noch neue OL-Schuhe, einige mussten den Badge noch aufladen, ein paar brauchten ihre erste Sandwich-Verpflegung oder M&M’s, andere füllten ihr Böxli mit Gummibärchen auf, einige waren sich unsicher, ob sie mit oder ohne Jacke an den Start wollten… So stand dem gelungenen OL schlussendlich nichts mehr im Wege. Denn alle waren voller Vorfreude. Und das war auch richtig so. Denn die OL Regio Burgdorf hat keineswegs zu viel versprochen und den Teilnehmenden ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Wettkampferlebnis geboten.
Das Wettkampfgebiet überzeugte nämlich durch drei deutlich unterschiedliche Geländetypen. Steil, abfallende Hänge forderten die physische Belastbarkeit der Läuferinnen und Läufer, während die unterschiedlich dichte Vegetation höchste Konzentration verlangte. In den flacheren Waldabschnitten mit beinahe märchenhafter Mischwaldvegetation wechselten sich schnelle, offene Passagen mit dichten und schwer überschaubaren Bereichen ab. Diese Vielfalt machte den Lauf technisch wie auch läuferisch besonders interessant. Zusätzlich erschwert wurden die Bedingungen durch den Wintereinbruch der vergangenen Tage. Teile des Utzigenwull waren weiss überzuckert, was die Orientierung und die Lauftechnik zusätzlich herausforderte. Unter diesen Umständen waren präzises Kartenlesen, sicheres Kompasslaufen sowie kluge Routenwahlentscheidungen entscheidend für ein erfolgreiches Orientierungslaufen.
Hätte ich den Laufgeländebeschrieb etwas genauer gelesen, wäre ich bestimmt fokussierter an den Start gegangen. Doch hinterher ist man immer schlauer. Die fröhliche Stimmung und die Vorfreude auf den Lauf, die M&M’s und der bequeme Bustransport an den Start …ein weiteres Mal: Nichts stand im Weg für ein tolles Lauferlebnis!
Während ich – dann doch etwas zu früh am Start und mit vor Kälte klappernden Zähnen – bereits in der Anfangsphase Mühe hatte, die ersten Posten sauber anzulaufen, fand ich nie richtig in den Rhythmus des Rennens. Die schwierigen Bedingungen und die hohe technische Anforderung machten es mir zusätzlich schwer, Sicherheit in meine Entscheidungen zu bringen. Nach dem deutlichen Rückstand in der Anfangsphase war dann wohl die Luft draussen und die Fehler häuften sich von Posten zu Posten (siehe Karte!).
Anderen hingegen schien genau dieses anspruchsvolle Postennetz mit seinen zahlreichen Richtungswechseln und den hohen kartentechnischen Anforderungen bestens zu liegen. Sie fanden schnell ihren Flow und konnten ihre Fähigkeiten optimal ausspielen – ein Blick auf die Rangliste zeigt eindrücklich, wer mit diesen Herausforderungen am besten zurechtkam.
Nach der Analyse meiner Fehler – es waren schlicht zu viele (siehe Karte) – und der kalten Dusche , hake ich den Lauf zwar etwas enttäuscht ab, dennoch nehme ich die positiven Eindrücke mit: das abwechslungsreiche, wunderschöne Gelände und die spannende Bahn haben den Wettkampf trotz allem zu einem besonderen Erlebnis gemacht und sorgten für einen würdigen und spannenden Start in die nationale OL-Saison.
Ich freue mich zudem für all jene, die in diesem anspruchsvollen Rennen ihr Können zeigen und erfolgreich abschliessen konnten. In diesem Sinne: Hopp Oute..ähh zäme und weiter so! 😀
Rangliste: hier